Fünf erlebnisreiche Tage zwischen Maaren, Moorlandschaften und historischen Städten
48 Wanderfreundinnen und Wanderfreunde des Schwäbischen Albvereins, Ortsgruppe Eislingen unternahmen eine abwechslungsreiche fünftägige Wanderreise in die Vulkaneifel und den Nationalpark Eifel. Naturerlebnisse, kulturelle Höhepunkte und gesellige Stunden sorgten für viele schöne Eindrücke und eine rundum gelungene Reise.
Am Montagmorgen startete die Gruppe um 7 Uhr mit dem Bus in Eislingen. Nach etwa zwei Stunden Fahrt wurde eine erste Pause eingelegt. Schnell entstand ein reichhaltiges Buffet mit selbstgemachten Speisen und Getränken, die von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern mitgebracht worden waren.
Zur Mittagszeit erreichte die Gruppe Schalkenmehren. Die erste Wanderung führte vom Schalkenmehrener Maar über das Weinfelder Maar bis zum Gemündener Maar. Auf der rund drei Kilometer langen Strecke waren etwa 200 Höhenmeter zu bewältigen. Leichter Nieselregen begleitete die Wanderer zeitweise, konnte die gute Stimmung jedoch nicht trüben. Belohnt wurden die Teilnehmer mit herrlichen Ausblicken vom Dronketurm auf die beeindruckenden Dauner Vulkanseen. Anschließend ging die Fahrt weiter nach Monschau, wo im Achat Hotel Quartier bezogen wurde.

Am Dienstag erwartete die Gruppe Wanderführer Egon vom Eifelverein Monschau. Die rund zehn Kilometer lange Wanderung durch das Naturschutzgebiet Hohes Venn führte über Holzstege und weiche Wege durch eine einzigartige Moorlandschaft. Bei angenehmen Temperaturen, Sonnenschein und lockerer Bewölkung boten sich immer wieder weite Ausblicke über die faszinierende Natur. Egon vermittelte unterwegs viel Wissenswertes über die Entstehung und Besonderheiten des Hochmoors. Für eine willkommene Stärkung sorgte Busfahrer Frank, der die verbliebenen Leckereien des Vortages zu einem weiteren Buffet aufgebaut hatte.

Der Mittwoch begann mit einer Fahrt nach Einruhr. Von dort wanderte die Gruppe gemeinsam mit Egon entlang des Obersees nach Rurberg. Die Strecke bot zahlreiche schöne Ausblicke auf die Seenlandschaft des Nationalparks Eifel. Ein besonderes Erlebnis war die anschließende Schifffahrt über den Rursee bis zum Anleger Schwammenauel. Danach ging es weiter in den Luftkurort Heimbach. Während einige Teilnehmer die Burg Hengebach und die Wallfahrtskirche besichtigten, genossen andere die gemütliche Atmosphäre des Ortes bei einer Kaffeepause.
Am Donnerstag stand zunächst ein Rundgang durch Monschau auf dem Programm. Wanderführer Egon erläuterte die Geschichte bedeutender Bauwerke wie des Roten Hauses, der Burg und der Kirche. Besonders reizvoll war der sogenannte „Venedig-Blick“, wie die Monschauer die Ausblicke von ihren Brücken auf die durch die Altstadt fließende Rur nennen.
Anschließend führte die Wanderung auf schönen Waldwegen zur Teufelsley. Über einen schmalen Pfad ging es hinunter zur Perlenau-Mühle, wo eine kurze Rast eingelegt wurde. Danach wanderte die Gruppe entlang der Perlenbachtalsperre nach Höfen. Dort beeindruckten vor allem die meterhohen Wind- und Schneeschutzhecken, die das Ortsbild prägen und weit über die Region hinaus bekannt sind. Nach der Wanderung kehrten die Teilnehmer in der Alten Molkerei ein, deren Terrasse einen herrlichen Ausblick bietet und zugleich als Nationalparktor dient.
Den stimmungsvollen Abschluss des Tages bildete ein gemeinsamer Abend im Hotel. Mit Musik, Gesang, Witzen und Gedichten, die von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern selbst vorgetragen wurden, entstand eine fröhliche und kameradschaftliche Atmosphäre.
Am Freitag trat die Reisegruppe die Heimreise an. Erster Programmpunkt war die Dokumentationsstätte Regierungsbunker in Ahrweiler. Bei einer interessanten Führung erhielten die Teilnehmer Einblicke in die Geschichte des während des Kalten Krieges errichteten Atomschutzbunkers, der zwischen 1960 und 1972 als Ausweichsitz der Bundesregierung vorgesehen war. Anschließend ging es weiter zum Benediktinerkloster Maria Laach. Dort standen die Besichtigung der beeindruckenden Klosterkirche sowie des Kräutergartens auf dem Programm.
Während der gesamten Reise herrschten ideale Wanderbedingungen. Angenehm kühle Temperaturen, Sonne und Wolken sorgten für bestes Wanderwetter, während es in der Heimat häufig regnete. Lediglich am Abend setzte regelmäßig Regen ein – pünktlich zum Abendessen, sodass alle Wanderungen trocken und unbeschwert durchgeführt werden konnten.
Mit vielen schönen Erinnerungen, neuen Eindrücken und zahlreichen gemeinsamen Erlebnissen kehrten die 48 Wanderfreunde schließlich nach Eislingen zurück. Die gelungene Mischung aus Natur, Kultur und Geselligkeit machte die Reise in die Vulkaneifel zu einem besonderen Erlebnis, das allen Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben wird.
