Bergwanderung im Allgäu

Am 9. Mai fuhr eine Wandergruppe mit der Bahn nach Kempten. Den Ausgangspunkt der Wanderung bei Thingers erreichte man mit dem Stadtbus. Durch den tief eingeschnittenen Kalbsansttobel kam man auf die Hochfläche von Mariaberg. Der Wanderweg führte an einem schon 1374 erwähnten Bauernhof vorbei zum Kreuz auf dem Marienberg. Von dort hatte man freie Sicht auf Kempten, die Ammergauer Berge und zum Zugspitzmassiv.

Foto Helga Petzina

Um den Bauern der Höfe von Mariaberg den sonntäglichen Gottesdienstbesuch zu ermöglichen, ließ ein Fürstabt von Kempten 1783 die barocke Kapelle Mariaheimsuchung erbauen. Neben der Kapelle befindet sich der Landgasthof Mariaberg. In dessen Biergarten verweilte man zur Mittagspause. Der Weiterweg verlief unterhalb des Gipfels Hohenegg. Das beeindruckende Panorama von den Ammergauer Bergen, Tannheimer Bergen, dem Allgäuer Hauptkamm bis zur Nagelfluhkette veranlasste die Wanderer zu einer weiteren Pause. Man genoss den weiten Blick auf die teils von Schnee bedeckten Berge und den tiefblauen Himmel.

Foto Helga Petzina

Auf dem Waldpfad, angelegt vom Kemptener Alpenverein, wanderte man hinab nach Unterried und weiter zum Kemptener Vorort Stiftallmey. Mit dem Bus fuhr man ins Zentrum von Kempten und besichtigte die Basilika St. Lorenz mit ihrer großartigen Doppelturmfassade und ihrer mächtigen Kuppel.

Morgens hatte der Zug MEX16 Verspätung, sodass der Anschlusszug in Ulm verpasst wurde und man in Kempten erst nach dreieinhalb Stunden ankam. Abends wurde der Anschlusszug in Ulm erreicht und die Zugfahrt von Kempten bis Eislingen dauerte nur zwei Stunden. Alle 16 Teilnehmer äußerten sich sehr positiv über die Bahnfahrt und die Wanderung.