Am Samstag, dem 3.10.2026 trafen sich bei noch eingetrübten Wetter 12 Wanderer/Nordic Walker bei der Lutherkirche, um in Fahrgemeinschaften zum Parkplatz Kornberg zu fahren. Bald erreichten wir den Ausgangspunkt und die Wanderung mit Aufstieg Richtung Kornberghütte bzw. Kornberg konnte beginnen.
Leicht eingetrübt konnte der Flugplatz Nortel, der Augstberg und die Steinpyramide ausgemacht werden. Nach ca. ½ Stunde erreichten wir die Kornberghütte. Heute firmiert sie mit Namen „Verein Kornberghütte 1912 e.V“. Rund 30 Mitglieder und deren Familien sind für den Verein verantwortlich. Zur wechselvollen Geschichte erzählte ein Wanderführer Interessantes. Nett unterhielten wir uns mit den Wirtsleuten, während ein Feuerwehrfahrzeug über 4000l Trinkwasser anlieferte. Über den Kornberg abwärts führte der Wanderweg über Wiesen entlang zur Bertaburg. Inzwischen ist es sonnig geworden und der Ausblick nach Dürnau, Bad Boll, Zell und Aichelberg war gegeben. Auch hier wurden geschichtliche Daten erläutert. 2010 hat der Boller Bildhauer Alois Wild eine Berta-Säule geschaffen, die seither jedes Jahr am Berta-Tag beim Rathaus aufgestellt wird. Seit 3.10.2013 wurde vor der Stiftskirche St. Cyriakus in Bad Boll eine Stauferstele zur Erinnerung an Berta von Boll enthüllt.
Nun war Trittsicherheit beim Abstieg erforderlich ehe der Weiterweg auf breiten Wirtschaftswegen aus dem Wald führte. Das Rauschen der Fahrzeuge auf der Autobahn war nun hörbar. Entlang der K1429 und vorbei am Boßlerparkplatz kamen wir nun zum Aufstieg Richtung Boßler. Vorbei an einer Gruppe von Naturfreunden, die am sogenannten Brünnele politische Themen zur Gerechtigkeit diskutierten, kamen wir schließlich schweißtreibend beim Boßlerhaus, dem Haus der Naturfreunde, an. Hier hielten wir eine gesellige Mittagseinkehr.
Das Gruppenfoto wurde anschließend vor dem Naturfreundehaus gefertigt. Das nächste Ziel war nun der Boßler mit seinen 799,9 m ü. NHN. Das Gedenkkreuz, das Boßlerkreuz, erinnert an die Verunglückten, die bei den tragischen Flugunfällen ums Leben kamen.
Die BAB 8 passiert den Boßler nördlich zwischen der Anschlussstelle Aichelberg und der Raststätte Gruibingen. Die Eisenbahn-Neubaustrecke Wendlingen – Ulm durchfährt den Berg im etwa 8,8 km langen Boßlertunnel. Weitere schöne Ausblicke zur Limburg mit Weilheim und die Teck und Kirchheim u.a. waren hier auszumachen.
Der Abstieg zum Boßlerparkplatz führte teilweise auf dem breiten Aufstiegsweg und parallelen Wegen wieder zurück. Nach dem Zurückholen der Fahrzeuge vom P-Kornberg verabschiedeten wir uns. Eine interessante anspruchsvolle Wanderung konnten die Albvereinler erleben.
