In Fahrgemeinschaften fuhr die Wandergruppe des Schwäbischen Albvereins, Ortsgruppe Eislingen, zum Parkplatz bei Schadberg. Im Tal der „Finsteren Rot“ begann die Wanderung. Dort kam man an einer Quelle vorbei, an der zwei Personen Wasser in mehrere Flaschen abfüllten. Diese erklärten, dass das Wasser von ausgezeichneter Qualität sei und deshalb die Quelle als Gesundheitsquelle bezeichnet und von ihnen und vielen anderen regelmäßig aufgesucht wird. Auf dem schattigen, leicht abwärts führenden Weg kam man zum Hagerwaldsee und danach zum Hüttenbühlsee, beide Hochwasserschutzstauseen. Entlang der „Schwarzen Rot“ sind schon im 12. Jahrhundert viele Mühlen gebaut worden. Einige sind noch erhalten und die erneuerten Mühlräder drehen sich wie in einstigen Tagen vor sich hin. Die Wanderung führte an der Vaihinghofer Sägmühle, auch Hummelgautsche genannt, Heinlesmühle, Hundsberger Sägmühle und Menzlesmühle vorbei.
An der Menzlesmühle hielt man Mittagsrast. Danach wanderte man bei Ebersberg zur Hägeles- und Brunnenklinge. Wasser und Frost haben in dem von Klüften durchzogenen, unterschiedlich widerstandsfähigen grobkörnigen Gestein bizarre Nischen, Simse, kanzelartige Vorsprünge und Grotten gebildet. Herabgestürzte Felsblöcke steigern noch den Eindruck des wilden Charakters der Felsenschlucht. Namensgeber für die Hägelesklinge soll Johannes Hägele (geb. 1806) aus Ebersberg sein, der sich aus Furcht vor einer Militärstrafe eine Zeit lang dort versteckt hielt. Auf schmalem Weg entlang der Sandsteinfelsen ging es durch die Klingen. Nur bei trockener Witterung und für trittsichere Wanderer ist die Begehung empfehlenswert. Der letzte Abschnitt der Wanderung führte durch Schatten spendenden Wald zurück zum Ausgangspunkt. Eine gemütliche Abschlusseinkehr hielt man im Eisenbahnwagen-Café bei Breitenfürst.

