- Etappe: Entlang der Rems und durch Waiblingen
Am Sonntag, den 15. 03. trafen sich 24 Wanderer am Parkplatz bei der Lutherkirche, um in Fahrgemeinschaften nach Waiblingen zum Parkplatz bei der Rundsporthalle/Freibad zu fahren. Bei bedecktem Himmel wanderte die Gruppe entlang der Rems und des nördlichen Talauekunstweges und kam an einigen Kunstwerken vorbei. Durch den Beinsteiner Torturm ging es in die Waiblinger Altstadt.

885 wurde Waiblingen zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Im 13. Jahrhundert kam Waiblingen zu Württemberg und wurde zur Stadt erhoben. 1634, im Dreißigjährigen Krieg, brannte Waiblingen völlig nieder. Danach entstand innerhalb der alten Stadtmauern die heutige Altstadt. Es gab viele schön renovierte Fachwerkhäuser zu sehen. Die Gruppe kam am Hochwachtturm, einem weiteren Torturm der Stadtummauerung vorbei. Besonders für Waiblingen sind die Neidköpfe, steinerne Köpfe, an der Hauswand angebracht. Das Wort „Neid“ hatte früher die Bedeutung von „Anstrengung“, „Eifer“ und bekam erst später die heutige Bedeutung. Die Köpfe dienten als Erkennungszeichen und waren Ausdruck für Wohlstand. Die Neidköpfe sind sehr vielfältig, grimmig, abschreckend, eine Mischung aus Mensch und Tier, aber auch lustig und schön.
Mittagseinkehr wurde im Gasthaus am Alten Postplatz gehalten. Gut gestärkt ging die Erkundung der Altstadt weiter. Ein Teil des Weges wurde auf der alten Stadtmauer zurückgelegt. Die Gruppe kam zum Marktplatz mit dem Alten Rathaus. In der Nikolauskirche, die heute von der griechisch-orthodoxen Kirche genutzt wird, bekamen die Teilnehmer einen Eindruck von einer orthodoxen Kirche. Letzte Station der Stadtbesichtigung war die Michaelskirche und das Nonnenkirchle. Das Nonnenkirchle war früher ein Nonnenhaus und wurde später vermutlich als Grabkapelle genutzt. Die Michaelskirche stammt in der heutigen Form aus dem 15. Jahrhundert. Das letzte Wegstück führte südlich der Rems zum Parkplatz. Alle Teilnehmer waren begeistert von der schönen Stadt Waiblingen und fuhren froh gestimmt nach Eislingen zurück.
